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15 (1862) Dichtungen : Th. 1, Buch der Lieder
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chcn über sein Violinspicl entgegentrat, unterbracher mich mit den Worten:Aber wie gefielen Ih-nen heute meine Komplimente, meine Verbeugun-gen?"

Bescheidenen Sinnes und um Nachsicht bittendübergebe ich dem Publikum dasBuch der Lieder;"für die Schwäche dieser Gedichte mögen vielleichtmeine politischen, theologischen und philosophischenSchriften einigen Ersatz bieten.

Bemerken muss ich jedoch, dass meine poeti-schen, eben so gut wie meine politischen, theologi-schen und philosophischen Schriften, einem und dem-selben Gedanken entsprossen sind, und dass man dieeinen nicht verdammen darf, ohne den andern allenBeifall zu entziehen. Zugleich erlaube ich mir auchdie Bemerkung, dass das Gerücht, als hätte jenerGedanke eine bedenkliche Umwandlung in meinerSeele erlitten, auf Angaben beruht, die ich ebenso verachten wie bedauern muss. Nur gewissen bor-nierten Geistern konnte die Milderung meiner Rede,oder gar mein erzwungenes Schweigen, als ein Ab-fall von mir selber erscheinen. Sie missdcutctcn meineMäßigung, und Das war um so liebloser, da ichdoch nie ihre Überwuth missdcutct habe. Höchstensdürfte man mich einer Ermüdung beschuldigen. Aber