Dicsc Zeit ist vorbei! Ich bin jetzt mehr er-leuchtet, als erhitzt. Solche kühle Erleuchtung kommtaber immer zu spät bei den Menschen. Ich sehejetzt im klarsten Lichte die Steine, über welche ichgestolpert. Ich hätte ihnen so leicht ausweichen kön-nen, ohne darum einen unrechten Weg zu wandeln.Jetzt weiß ich auch, dass man in der Welt sich mitAllem befassen kann, wenn man nur die dazu nö-thigcn Handschuhe anzieht. Und dann sollten wirnur Das thun, was thunlich ist und wozu wiram meisten Geschick haben, im Leben wie in derKunst. Ach! zu den unseligsten Missgriffcn desMenschen gehört, dass er den Werth der Geschenke,die ihm die Natur am bequemsten entgegen trägt,kindisch verkennt, und dagegen die Güter, die ihmam schwersten zugänglich sind, für die kostbarsten an-sieht. Den Edelstein, der im Schöße der Erde fcstge-wachscn, die Perle, die in den Untiefen des Meeresverborgen, hält der Mensch für die besten Schätze;er würde sie gering achten, wenn die Natur sie gleichKieseln und Muscheln zu seinen Füßen legte. Ge-gen unsere Vorzüge sind wir gleichgültig; überunsere Gebrechen suchen wir uns so lange zu täu-schen, bis wir sie endlich für Vortrcfflichkcitcn hal-ten. Als ich einst nach einem Konccrtc von Paga-nini diesem Meister mit leidenschaftlichen Lobsprü-
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