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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
Seite
370
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Jcsuitismus eigentlich keine Gesinnung, sondern nurein Metier ist; in der „Quotidicnnc" hingegen brü-ten und wüthcn hochfahrende Junker und grimmigeMönche, schlecht vermummt in ritterlicher Loyalitätund christlicher Liebe. Diesen letzter» Charakter trügtauch die karlistischc Zeitschrift, die unter dem Titel:„(kn2<ztts eis In idicnmanrrclis" hier in Ronen er-scheint. Es ist darin ein süßliches Geklagc über diegute alte Zeit, die leider verschwunden mit ihrenchcvalcrcskcn Gestalten, mit ihren Krcuzzügcn, Tur-nieren, Wappenhcroldcn, ehrsamen Bürgern, from-men Nonnen, minniglichcn Damen, Troubadourenund sonstigen Gcmüthlichkciten, so dass man sonder-bar erinnert wird an die feudalistischen Romaneeines berühmten deutschen Dichters, in dessen Kopfmehr Blumen als Gedanken blühten, dessen Herzaber voller Liebe war; — bei dem Redakteur der„Clai-otto cle In I>!ormnncli<z" ist hingegen der Kopfvoll von krassem Obskurantismus, und sein Herzist voll Gift und Galle. Dieser Redakteur ist eingewisser Vicomtc Walsh, ein langer gräulicher Blon-din von etwa sechzig Jahren. Ich sah ihn in Dicppe,wo er zu einem Karlistcnkoncilium eingeladen warund von der ganzen nobel» Sippschaft sehr fcticrtwurde. Geschwätzig, wie sie sind, hat jedoch einkleines Karlistchcn mir zugeflüstert: „O'ost nn