— 353 —
einzigen von den vielen tausend Leichenbegängnissen,die in der Cholcrazcit mir vorüberzogen, sah ichdie Kirche weder durch ihre Diener noch durch ihreSymbole repräsentiert. Viele wollen jedoch behaup-ten, dass auch in Paris die Religion wieder stillauflebe. Es ist wahr, wenigstens die französischkatholische Gemeinde des Abbe Chatcl nimmt täg-lich zu; der Saal Desselben auf der Rnc Clichyist schon zu eng geworden für die Menge derGläubigen, und seit einiger Zeit hält er den katho-lischen Gottesdienst in dem großen Gebäude aufdem Boulevard Bonnc-Nouvcllc, worin frühcrhinHerr Martin die Thicre seiner Menagerie sehenlassen, und woraus jetzt mit großen Buchstaben dieAufschrift steht: LZIisE cntiwli^nc; et np>c>stoii<iue.
Diejenigen Nordfranzoscn, die weder von derRepublik noch von dem Mirakclknabcn Etwas wis-sen wollen, sondern nur den Wohlstand Frankreichswünschen, sind just keine allzucifrigc Anhänger vonLudwig Philipp, rühmen ihn auch eben nicht wegenseiner Offenherzigkeit und Gradhcit, sim Gcgcnthcil,sie bedauern, ^n'il n'sst pas krane;j aber sie sinddurchdrungen von der Überzeugung, dass er derMann der Nothwcndigkeit sei; dass man sein An-sehen unterstützen müsse, insofern die öffentlicheRuhe dadurch erhalten werde; dass die Unterdrückung