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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
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eben indem Letztere manchmal das priesterlichc Miss-fallen erregte, erwarb sie sich die Gunst des Volkes.Die kleine nette Fran ist durchaus nicht so bigottwie die Andern," hieß es damalsseht, wieweltlich kokett sie bei der Proccssion einherschlcndert,und das Gebetbuch ganz gleichgültig in der Handträgt, und die Kerze so spielend niedrig hält, dassdas Wachs auf die Atlasschleppe ihrer Schwägerin,der brummig devoten Angoulsme, niederträufclt!"Diese Zeiten sind vorbei, die rosige Heiterkeit isterblichen auf den Wangen der armen Karoline, sieist fromm geworden wie die Andern, und trägtdie Kerze ganz so gläubig, wie die Priester esbegehren, und sie entzündet damit den Bürgerkriegim schönen Frankreich, wie die Priester es begehren.

Ich kann nicht umhin zu bemerken, dass derEinfluss der katholischen Geistlichen in dieser Provinzgrößer ist, als man es in Paris glaubt. Bei Leichen-zügen sieht man sie hier in ihren Kirchcntrachten,mit Kreuzen und Fahnen, und melancholisch singend,durch die Straßen wandeln, ein Anblick, der schierbefremdlich, wenn man aus der Hauptstadt kommt,wo Dergleichen von der Polizei, oder vielmehr vondem Volke, streng untersagt ist. So lang ich inParis war, habe ich nie einen Geistlichen in seinerAmtstracht auf der Straße gesehen; bei keinem