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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
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rcndcn Gedanken sind weniger verstanden und wirk-sam geworden.

Am wenigsten verstand man Mirabean's Vor-liebe sür das Königthum. Was er Diesem an ab-soluter Gewalt abgewinnen wollte, Das gedachte erihm durch konstitutionelle Sicherung zu vergüten; ja,er gedachte die königliche Macht noch zu vermehrenund zu verstärken, indem er den König aus denHänden der hohen Stände, die ihn durch Hofintri-guen und Beichtstuhl faktisch beherrschten, gewalt-sam riss, und vielmehr in die Arme des drittenStandes hinein drängte. Mirabeau eben war derVerknndcr jenes konstitutionellen Königthums, dasnach meinem Bedünkcn der Wunsch jener Zeit war,und das, mehr oder minder demokratisch formuliert,auch von der Gegenwart, von uns in Deutschland,verlangt wird.

Dieser konstitutionelle Royalismus war es,was dem Leumund des Grafen am meisten gescha-det; denn die Revolutionäre, die ihn nicht begriffen,sahen darin einen Abfall und meinten, er habe dieRevolution verkauft. Sie schmähten ihn alsdannum die Wette mit den Aristokraten, die ihn hasstcn,eben weil sie ihn begriffen, weil sie wussten, dassMirabeau durch die Vernichtung der Privilegien-wirthschaft das Königthnm auf ihre Kosten retten