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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
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Nationalversammlung beginnt und schließt. Er istals Solcher ein Volksheld geworden, man besprichtihn täglich, man erblickt ihn überall, gemalt undgemeißelt, man sieht ihn dargestellt aus allen fran-zösischen Theatern, in allen seinen Gestalten: armund wild; liebend und hassend; lachend und knir-schend; ein sorglos verschuldeter Gott, dem Himmelund Erde gehörte und der kapabel war, seinenletzten Fixstern und letzten Louisd'or im Faro zuverspielen; ein Simson, der die Staatssäulen nie-derreißt, um im stürzenden Gebäude seine mahnen-den Philister zu verschütten; ein Herkules, der amScheidewege sich mit beiden Damen verständigtund in den Armen des Lasters sich von den An-strengungen der Tugend zu erholen weiß; „einvon Genie und Hässlichkcit strahlender Ariel-Kali-ban," den die Prosa der Liebe ernüchterte, wennihn die Poesie der Vernunft berauscht hatte; einverklärter, anbetungswürdiger Wüstling der Freiheit;ein Zwitterwesen, das nur Jules Zanin schildernkonnte.

Eben durch die moralischen Widersprüche seinesCharakters und Lebens ist Mirabcau der eigentlicheRepräsentant seiner Zeit, die ebenfalls so liederlichund erhaben, so verschuldet und reich war, dieebenfalls im Kerker sitzend die schlüpfrigsten Romane,