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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
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wenigstens das Gcmüth gewaltsam aufregte und diegewöhnliche Werkeltagsstimmung und alle kleinenBesorgnisse und Bedenklichkeiten daraus verscheuchte.Schon auf den ruhigen Zuschauer musste dieser Lei-chenzug einen großen Eindruck machen, sowohl durchdie Zahl der Leidtragenden, die über hunderttausendbetrug, als auch durch den dunkclmuthigcn Geist,der sich in ihren Mienen und Gebärden aussprach.Erhebend und doch zugleich beängstigend wirkte be-sonders der Anblick der Jugend aller hohen Schulenvon Paris, der Vieris cku penpls und so vieleranderer Republikaner aus allen Ständen, die, mitfurchtbarem Jubel die Luft erfüllend, gleich Bacchan-ten der Freiheit vorüberzogen, in den Händen be-laubte Stäbe, die sie als ihre Thyrscn schwangen,grüne Wcidenkräuze um die kleinen Hüte, die Trachtbrüderlich einfach, die Augen wie trunken von Tha-tenlust, Hals und Wangen rothflammend — ach.auf manchem dieser Gesichter bemerkte ich auch denmelancholischen Schatten eines nahen Todes, wieer jungen Helden sehr leicht gcweissagt werden kann.Wer diese Jünglinge sah in ihrem übcrmüthigenFreihcitsrausch, Der fühlte wohl, dass viele der-selben nicht lange leben würden. Es war auch eintrübes Vorbcdeutnis, dass der Siegcswagen, dem