vernichtet ist. Da zu Europa auch Deutschland ge-hört, so hegen viele Deutsche jene Sympathie fürdie französischen Republikaner; aber, wie man oftzu weit geht, so gestaltet sie sich bei Manchen zueiner Vorliebe für die republikanische Form selbst,und da sehen wir eine Erscheinung, die kaum be-greifbar, nämlich deutsche Republikaner. Dass Polenund Italiener, die eben so wie die deutschen Frci-hcitSfrennde von den französischen Republikanernmehr Heil erwarten als von dem Justcmilicu, undsie daher mehr lieben, jetzt auch für die republi-kanische Regicrungsform, die ihnen nicht ganz fremdist, eine Vorliebe empfinden, Das ist sehr natür-lich. Aber deutsche Republikaner! man traut seinenOhren kaum und seinen Augen, und doch sehenwir deren hier und in Deutschland.
Noch immer, wenn ich meine deutschen Repu-blikaner betrachte, reibe ich mir die Augen undsage zu mir selber: Träumst du etwa? Lese ichgar die deutsche Tribüne und ähnliche Blätter, sofrage ich mich: Wer ist denn der große Dichter,der dies Alles erfindet? Existiert der Doktor Wirthmit seinem blanken Ehrcnschwcrt? Oder ist er nurein Phantasicgcbilde von Tieck oder Jmmermann?Dann aber fühle ich wohl, dass die Poesie sichnicht so hoch versteigt, dass unsere großen Poeten