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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
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sich der That nach nicht in die gebührenden Gren-zen seiner konstitutionellen Befugnis zurückgezogen,obgleich er der Form nach nicht mehr zu präsi-dieren wagt. Die eigentliche Streitfrage ist nochimmer nicht geschlichtet, und wird sich wohl biszur Bildung eines neuen Ministeriums hinzerrcn.Was aber die Schwäche der Regierung am meistenoffenbart, Das ist eben, dass nicht das innere Lau-deöbcdürfnis, sondern ausländische Ereignisse dieErhaltung, Erneuerung oder Umgestaltung des fran-zösischen Ministeriums bedingen. Solche Abhängig-keit von fremdländischen Interessen zeigte sich bctrüb-sam und offenkundig genug während der letzten Vor-fallcnhcitcn in England. Jedes Gerücht, das unsin dieser letzten Zeit von dort zuwehte, brachte hiereine neue Ministcrkombination in Vorschlag undBerathung. Man dachte viel an Odilon-Barrot,und man war auf gutem Wege, sogar an Mauguinzu denken. Als man das brittischc Staatsstcncr inWellington's Händen sah, verlor man ganz denKopf und man war schon im Begriff, des militä-rischen Gleichgewichts halber den Marschall Sonltzum ersten Minister zu machen.

Die Freiheit von England und Frankreich wärealsdann unter das Kommando zweier alten Solda-ten gekommen, die, allem selbständigen Bürgcrthume

Heine's Werle Bd. VIII. 15