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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
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zugleich Opfer und Opferpricstcr, sie waren heilig,snoar in der antiken Bedeutung der Todesweihe.So sehen wir Könige des Alterthums, die in Pcst-zeiten mit ihrem eigenen Blute das Volk sühnten,oder das allgemeine Unglück als eine Strafe füreigene Verschuldung betrachteten. Noch jetzt, wenneine Sonnenfinsternis in China eintritt, erschricktder Kaiser, und denkt darüber nach, ob er etwadurch irgend eine Sünde solche allgemeine Ver-düsterung verschuldet habe, und er thnt Buße, da-mit sich für seine Unterthancn der Himmel wiederlichte. Bei den Völkern, wo der Absolutismus nochin so heiliger Strenge herrscht, und Das ist auchbei den nordwestlichen Nachbarn der Chinesen bisan die Elbe der Fall, würde es zu missbilligcnsein, wenn man ihnen die repräsentative Vcrfas-sungsdoktrin predigen wollte; eben so tadclhaft istes aber, wenn man im größten Thcile deö übrigenEuropas, wo der Glaube an das göttliche Rechtbei Fürsten und Völkern erloschen ist, den Absolu-tismus dociert.

Indem ich das Wesen des Absolutismus da-durch bezeichnete, dass in der absoluten Monarchieder Selbstwille des Königs regiert, bezeichne ichdas Wesen der repräsentativen, der konstitutionellenMonarchie um so leichter, wenn ich sage, diese