— 187 —
als Todtcn-Omnibusse, als oiuuiiius inortuis,herumfuhren, und sich in den verschiedenen Straßendie Särge aufladen ließen, und sie dutzendweise zurRuhestätte brachten.
Die Nähe eines Kirchhofs, wo die Leichenzügezusammentrafen, gewährte erst recht den trostlosestenAnblick. Als ich einen guten Bekannten besuchenwollte und eben zur rechten Zeit kam, wo manseine Leiche auflud, erfasstc mich die trübe Grille,eine Ehre, die er mir mal erwiesen, zu erwiedcrn,und ich nahm eine Kutsche und begleitete ihn nachPöre-la-Chaisc. Hier nun, in der Nähe diesesKirchhofs, hielt Plötzlich mein Kutscher still, undals ich aus meinen Träumen erwachend mich um-sah, erblickte ich Nichts als Himmel und Särge.Ich war unter einige hundert Leichenwagen gcrathcn,die vor dem engen Kirchhofsthorc gleichsammachten, und in dieser schwarzen Umgebung, unfä-hig mich herauszuziehen, musste ich einige Stundenausdauern. Aus Langerweile frug ich den Kutschernach dem Namen meiner Nachbarleiche, und, weh-müthigcr Zufall! er nannte mir da eine jungeFrau, deren Wagen einige Monate vorher, als ichzu Lointier nach einem Balle fuhr, in ähnlicherWeise einige Zeit neben dem meinigcn stille haltenmusste. Nur dass die junge Frau damals mit ihrem