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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
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zeugt war, füllte die Gcmüther mit vagem Schreckenund steigerte die Angst ins Unermeßliche. In derThat, die Journale haben seitdem eingestanden,dass in einem Tage, nämlich den zehnten April,an die zweitausend Menschen gestorben sind. DasVolk ließ sich nicht officicll täuschen und klagtebeständig, dass mehr Menschen stürben, als manangebe. Mein Barbier erzählte mir, dass eine alteFrau auf dem Faubonrg Montmartre die ganzeNacht am Fenster sitzen geblieben, um die Leichenzu zählen, die man vorbcitrügc; sie habe dreihundertLeichen gezählt, worauf sie selbst, als der Morgenanbrach, von dem Froste und den Krämpfen derCholera ergriffen ward und bald verschied. Wo mannur hinsah ans den Straßen, erblickte man Leichen-züge oder, was noch melancholischer aussieht, Lei-chenwagen, denen Niemand folgte. Da die vor-handenen Leichenwagen nicht zureichten, musstc manallerlei andere Fuhrwerke gebrauchen, die, mitschwarzem Tuch überzogen, abenteuerlich genugaussahen. Auch daran fehlte es zuletzt, und ichsah Särge in Fiakern fortbringen; man legte siein die Mitte, so dass aus den offenen Scitcn-thürcn die beiden Enden herausstandcn. Widerwärtigwar es anzuschauen, wenn die großen Möbelwagen,die man beim Ausziehen gebraucht, jetzt gleichsam