hastigen Blumenköpfchcn und lebhaften Mondschein-gesichtchen öfters zum Kutschenfcnster hinausblickte,und über die Verzögerung ihre holdeste Misslauneausdrückte. Jetzt war sie sehr still und vielleichtblau. Manchmal jedoch, wenn die Trauerpferde anden Leichenwagen sich schaudernd unruhig bewegten,wollte es mich bedünken, als regte sich die Ungeduldin den Todtcn selbst, als seien sie des Wartensmüde, als hätten sie Eile, ins Grab zu kommen;und wie nun gar an dem Kirchhossthor ein Kut-scher dem andern vorauseilen wollte und der Zugin Unordnung gericth, die Gendarmen mit blankenSäbeln dazwischen fuhren, hie und da ein Schreienund Fluchen entstand, einige Wagen umstürzten,die Särge auseinanderficlen, die Leichen hervor-kamen, da glaubte ich die entsetzlichste aller Emeutenzu sehen, eine Todteucmeute.
Ich will, um die Gemüther zu schonen, hiernicht erzählen, was ich auf dem Psre-la-Chaise ge-sehen habe. Genug, gefcstcter Mann wie ich bin,konnte ich mich doch des tiefsten Grauens nicht er-wehren. Man kann an den Sterbebetten das Ster-ben lernen und hernach mit heiterer Ruhe den Toderwarten; aber das Bcgrabcnwerden unter die Cho-leraleichen, in die Kalkgräber, Das kann man nichtlernen. Ich rettete mich so rasch als möglich auf