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8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
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ruhig in Paris geblieben, hierdurch beurkundend,dass sie nicht blaß in Geldgeschäften großartig undkühn sind. Auch Casimir Perier zeigte sich großartigund kühn, indem er nach dem Ausbruche der Cho-lera das Hütel-Dicu besuchte; sogar seine Gegnermusstc es betrüben, dass er in der Folge Dessen,bei seiner bekannten Reizbarkeit, selbst von der Cho-lera ergriffen worden. Er ist ihr jedoch nicht unter-legen, denn er selber ist eine schlimmere Krankheit.Auch der junge Kronprinz, der Herzog von Orleans,welcher in Begleitung Pcricr's das Hospital be-suchte, verdient die schönste Anerkennung. Die ganzekönigliche Familie hat sich in dieser trostlosen Zeitebenfalls rühmlich bewiesen. Beim Ausbruche derCholera versammelte die gute Königin ihre Freundeund Diener, und vcrthciltc unter ihnen Leibbindenvon Flanell, die sie meistens selbst verfertigt hat.Die Sitten der alten Chcvalcric sind nicht erloschen;sie sind nur ins Bürgerliche umgewandelt; hoheDamen versehen ihre Kämpen jetzt mit minder poe-tischen, aber gesündern Schärpen. Wir leben ja nichtmehr in den alten Helm- und Harnischzciten deskriegerischen Rittcrthums, sondern in der friedlichenBürgcrzeit der warmen Leibbinden und Unterjacken;wir leben nicht mehr im eisernen Zeitalter, sondernim flancllcncn. Flanell ist wirklich jetzt der beste