schmerzlich muss es jene königliche Täuschung em-pfinden! Vergebens, iu der ersten Zeit, mahnteLasayettc beständig an das?roAi-ninrnö cis 1'IiotsIcio vills, an die republikanischen Institutionen, wo-mit das Königthum umgeben werden sollte, undan ähnliche Versprechungen. Aber ihn überschrienjene doktrinären Schwätzer, die aus der englischenGeschichte von 1688 beweisen, dass man sich imJulius 1830 nur für die Aufrechthaltung der Chartein Paris geschlagen, und alle Aufopferungen undKämpfe nur die Einsetzung der jüngern Linie derBourbonen an die Stelle der ältern bezweckt habe,eben so wie einst in England mit der Einsetzungdes Hauses Oranicn an die Stelle der StuartsAlles abgcthan war. Thiers, welcher zwar nichtwie die Doktrinäre denkt, aber jetzt im Sinne die-ser Partei spricht, hat ihr in der letzten Zeit nichtgeringen Vorschub geleistet. Dieser Judisfcrcntist vonder tiefsten Art, der so wunderbar Maß zu haltenweiß in der Klarheit, Verständigkeit und Veranschau-lichung seiner Schreibweise, dieser Goethe der Po-litik, ist gewiss in diesem Augenblicke der mächtigsteVerfechter des Perier'schen Systems, und wahr-lich, mit seiner Broschüre gegen Chateaubriand ver-nichtete er fast jenen Don Quixote der Legitimität,der auf seiner geflügelten Rosinantc so pathetisch
Heine'S Werke, Bd, VIII, 5