Druckschrift 
8 (1862) Französische Zustände : Th. 1
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen
 

Schmähartikel immer selbst zuschickt, und manchmalsogar hübsch abgeschrieben, und, was am löblichstenist, immer postfrci. Diese Leute hätten aber nichtnöthig, so viele Vorsichtsmaßregeln zu nehmen, damitihre Anonymität bewahrt bleibe. Trotz der ver-stellten Schreibweise erkenne ich doch immer dienamenlosen Verfasser dieser namenlosen Niederträch-tigkeiten, ich kenne diese Lentc am Stil(üo-Anosoc» stilnrn ourias roinanas!" rief der edle Ge-schichtschreibcr des tridcntinischcn Koncilinms, als derfeige Dolch des Meuchelmörders ihn von hinten traf.

Außer der sodomitischcn und böotischen, ist aberauch die abdcritischc Partei in Deutschland gegenmich aufgebracht. Es sind da nicht bloß meine fran-zösischen Prineipien, was die Meisten derselben gegenmich anreizt. Da gicbt's zuweilen noch edlere Gründe.Z. B. ein Häuptling der abdcritischcn Partei, derseit vielen Jahren unaufhörlich in Schimpf undErnst gegen mich loszieht, ist nur ein Championseiner Gattin, die sich von mir beleidigt glaubt, undmir den Untergang geschworen hat. Solcher Todes-hass schmerzt mich sehr, denn die Dame ist sehrliebenswürdig. Sie hat sehr viele Ähnlichkeit mitder mcdiccischcn Venus, sie ist nämlich ebenfallssehr alt, hat ebenfalls keine Zähne; ihr Kinn, wennsie sich rasiert hat, ist eben so glatt wie das Kinn