jener marmornen Göttin; auch geht sie fast eben sonackt wie Diese, und zwar nm zn zeigen, dass ihreHaut nicht ganz gelb sei, sondern hie und da aucheinige weiße Flecken habe. Vergebens habe ich dieserliebenswürdigen Dame die versöhnlichsten Artig-keiten gesagt, z. B. dass ich sie beneide, weil siesich nur zweimal die Woche zu rasieren braucht,während ich diese Operation alle Tage erduldenmuss, dass ich sie für die tugendhafteste von allenFrauen halte, die keine Zähne haben, dass ich ihrHerz zn besitzen wünsche, und zwar in einer goldenenKapsel — vergebens, hier half keine Begütigung!Die Unversöhnliche hasst mich zn sehr, und wie einstJsabclla von Kastilien das Gelübde that, nicht eherihr Hemd zu wechseln, als bis Granada gefallensei, so hat jene Dame ebenfalls geschworen, nichteher ein reines Hemd anzuziehen, als bis ich, ihrFeind, zu Boden liege. Nun setzt sie alle Skriblcrgegen mich in Bewegung, namentlich ihren armenGatten, den wahrlich das isabcllcnfarbige Hemdseiner Ehehälfte nicht wenig inkommodiert, beson-ders im Sommer, wo die Holde dadurch noch an-muthiger als gewöhnlich duftet — so dass er manch-mal, wie wahnsinnig, ans dem Bette springt, undnach dem Schreibtische stürzt, und mich schnell zuGrunde schreiben will.
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