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7 (1861) Über Deutschland : Th. 3
Entstehung
Seite
307
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füllen, schon kehrt er den Stahl nach seiner Brustda springt die wirkliche leibliche Göttin aus ihremVersteck hervor, ergreift seinen Arm, entwindet seinerHand das Messer und Beide schauen sich an,während einer langen Pause, mit wechselseitiger Ver-wunderung, schauerlich entzückt, sehnsüchtig, zitternd,todcsmuthig, voll Liebe. In ihrem Zweitanz fliehenund suchen sie sich, aber diesmal nur, um sich immerwiederzufinden, sich immer wieder einander in dieArme zu sinken. Endlich setzen sie sich kosend nieder,wie glückliche Kinder, auf dem Pi6destal der Statue,während die Nymphen sie als Chorus umtanzenund durch ihre Pantomimen den Kommentar bildenvon Dem, was sich die Liebenden erzählen

(Diana erzählt ihrem Ritter, dass die altenGötter nicht todt sind, sondern sich nur versteckt hal-ten in Berghöhlcn und Tempelruinen, wo sie sichnächtlich besuchen und ihre Freudenfeste feiern.)

Man hört plötzlich die lieblich sanfteste Musik,und es treten herein Apollo und die Musen. Jenerspielt den Liebenden ein Lied vor, und seine Ge-fährtinnen tanzen einen schönen, gemessenen Neigenum Diana und den Ritter. Die Musik wird brau-sender, es klingen von draußen üppige Weisen,Cymbal- und Pankcnklänge, und Das ist Bacchus,welcher seinen fröhlichen Einzug hält mit seinen

SO*