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7 (1861) Über Deutschland : Th. 3
Entstehung
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Plötzlich, von der Seite des Waldes, stürztherein die Göttin Diana, im bekannten Jagdkostüm,wie sie auch hier als Statue konterfeit ist. Sicscheint erschrocken, wie ein flüchtiges Reh. Sic er-zählt ihren bestürzten Nymphen, dass Jemand sieverfolgt. Sie ist in der höchsten Aufregung derAngst, aber nicht bloß der Angst. Durch ihrenspröden Unmnth schimmern zärtlichere Gefühle. Sieschaut immer nach dem Wald, scheint endlich ihrenVerfolger zu erblicken, und versteckt sich hinter ihreeigne Statue.

Ein junger deutscher Ritter tritt auf. Er suchtdie Göttin. Ihre Nymphen nmtanzen ihn, um ihnfernzuhalten von der Bildsäule ihrer Gebieterin.Sie kosen, sie drohen. Sie ringen mit ihm, er vcr-thcidigt sich neckend. Endlich reißt er sich von ihnenlos, erblickt die Statue, hebt flehend seine Armezu ihr empor, stürzt zu ihren Füßen, umfasst vcr-zweiflungsvoll ihr Pisdcstal und erbietet sich ihrewig dienstbar zu sein mit Leib und Leben. Ersieht auf dem Altar ein Messer und eine Opfer-schale, ein schauerlicher Gedanke durchdringt ihn, ererinnert sich, dass die Göttin einst Menschenopferliebte, und in der Trunkenheit seiner Leidenschaftergreift er Messer und Schale - Er ist im Be-griff, dieselbe als Libation mit seinem Herzblut zu