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2 (1861) Reisebilder : Th. 2
Entstehung
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cin Kaninchen, dann ein Häschen, dann ein Hünd-chen und endlich einen Löwen. Madame Goethe warfgleich ihren jungen Leu, und Dieser gab uns beimersten Wurf seinen Löwen von Bcrlichingcn. Ebenso warf auch Schiller gleich seine Räuber, an derenTatze man schon die Löwcnart erkannte. Späterkam erst die Politur, die Glätte, die Feile, dienatürliche Tochter und die Braut von Messina.Nicht so begab eS sich mit dem Grafen Platcn, dermit der ängstlichen Künstelei anfing, und von demder Dichter singt:

Du, der du sprangst so fertig aus dem Nichts,

Geleckten und lackierten Angesichts,

Gleichst einer Spielerei, geschnitzt aus Korke.

Indessen, wenn ich meine geheimsten Gedankenaussprechen soll, so gestehe ich, dass ich den GrafenPlaten für keinen so großen Narren halte, wie manwegen jener Prahlsucht und beständigen Sclbstbe-räucherung glauben sollte. Ein bischen Narrheit,Das versteht sich, gehört immer zur Poesie; aberes wäre entsetzlich, wenn die Natur eine so be-trächtliche Portion Narrheit, die für hundert großeDichter hinreichen würde, einem einzigen Menschenaufgebürdet, und von der Poesie selbst ihm nureine so unbedeutend geringe Dosis gegeben hätte.