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2 (1861) Reisebilder : Th. 2
Entstehung
Seite
292
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gcndcr Beziehung steht mit der sinnlichen Naturdes Dichters, so dass solches geistige Gebären Dem-jenigen versagt ist, der selbst nur als ein unfrucht-bares Geschöpf sich gaselig hingiebt in windigerWeichheit.

Indessen, Das sind Privatmeinungen einesDichters, und ihr Gewicht hängt davon ab, wieweit man an die Kompetenz Desselben glauben will.Ich kann nicht umhin zu erwähnen, dass der GrafPlatcn gar oft dem Publikum versichert, dass ererst späterhin das Bedeutendste dichten werde, wo-von man jetzt noch keine Ahnung habe, ja, dasser Jliaden und Odysseen, Klassicitätstragödicn undsonstige Unsterblichkeitskolossalgedichte erst dannschreiben werde, wenn er sich nach so und so vielLustren gehörig vorbereitet habe. Du hast, lieberLeser, diese Ergicßungcn des Sclbstbcwusstscins inmühsam gefeilten Versen vielleicht selbst gelesen,und das Versprechen solcher schönen Zukunft wardir vielleicht um so erfreulicher, als der Graf zugleicher Zeit alle Dichter Deutschlands, außer demganz alten Goethe, wie einen Schwärm schlechterSudler geschildert, die ihm nur im Wege stehenans der Bahn des Ruhmes, und die so unver-schämt seien, jene Lorbcren und Belohnungen zupflücken, die nur ihm gebührten.