Schilderung des Gesichtes, wovon ich nachträglichnoch zu berichten habe, dass es klar und blassgclbwie Bernstein war, dass es von den schwarzenHaaren, die in glänzend glatten Ovalen die Schläfebedeckten , eine kindliche Ründung empfing, undvon zwei schwarzen plötzlichen Augen, wie vonZauberlicht, beleuchtet wurde.
Du siehst, lieber Leser, dass ich dir gern einegründliche Lokalbeschrcibung meines Glückes liefernmöchte, und, wie andere Reisende ihren Werkennoch besondere Karten von historisch wichtigen odersonst merkwürdigen Bezirken beifügen, so möchteich Franceska in Kupfer stechen lassen. Aber ach!was hilft die todte Kopie der äußeren Umrisse beiFormen, deren göttlichster Reiz in der lebendigenBewegung besteht. Selbst der beste Maler kannuns diesen nicht zur Anschauung bringen; denn dieMalerei ist doch nur eine platte Lüge. Eher ver-möchte cö der Bildhauer; durch wechselnde Be-leuchtung können wir bei Statuen uns einigermaßeneine Bewegung der Formen denken, und die Fackel,die ihnen nur äußeres Licht zuwirft, scheint sieauch von innen zu beleben. Ja, es gicbt eineStatue, die dir, lieber Leser, einen marmornenBegriff von FranceSka's Herrlichkeit zu gebenvermöchte, und Das ist die Venus des großen
Hein e's Werke. Vd. II. 14