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2 (1861) Reisebilder : Th. 2
Entstehung
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deren späteren Werken die Reize der früheren wie-der geborgterweise zum Vorschein kommen — Nein,Signora Franceska ist ganz Original, sie hatnicht die mindeste Ähnlichkeit mit der Tugend, undes gicbt Kenner, die sie für eben so herrlich halten,und der Tugend, die früher erschaffen worden, nurden Vorrang der Anciennitüt zuerkennen. Aber istDas ein großer Mangel, wenn eine Tänzerin einigesechstausend Jahre zu jung ist?

Ach, ich sehe sie wieder, wie sie aus der aus-gestoßcnen Thüre bis zur Mitte des Zimmers her-vorspringt, in demselben Momente sich unzählige-mal auf einem Fuße herumdreht, sich dann derLänge nach auf das Sopha hinwirft, sich die Augenmit beiden Händen verdeckt hält, und athemlos aus-ruft: Ach, ich bin so müde vom Schlafen! Nun nahtsich der Marchese und hält eine lange Rede in seinerironisch breit ehrerbietigen Manier, die mit seinemknrzabbrechenden Wesen bei praktischen Gcschäftser-inncrungcn und mit seiner faden Zcrflossenheit beisentimentaler Anregung gar räthselhaft kontrastierte.Dennoch war diese Manier nicht unnatürlich, sie hattesich vielleicht dadurch natürlich in ihm ausgebildet,dass es ihm an Kühnheit fehlte, jene Obmacht,wozu er sich durch Geld und Geist berechtigt glaubte,unumwunden kund zu geben, wesshalb er sie feiger-