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2 (1861) Reisebilder : Th. 2
Entstehung
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Signora schlug dazwischen die lautesten Triller,und der Professor stürmte in die Saiten der Gni-tarre und sang dabei so glühende Worte, dass ihmdie Schweißtropfen von der Stirnc und die Thrä-nen aus den Augen liefen, und sich auf seinemrothcn Gesichte zu einem einzigen Strome verei-nigten. Während dieses Singcns und Klingens wardplötzlich die Thüre des Nebenzimmers aufgerissen,und herein sprang ein Wesen —

Euch, ihr Musen der alten und der neuenWelt, euch sogar, ihr noch unentdeckten Musen,die erst ein späteres Geschlecht verehren wird, unddie ich schon längst geahnet habe, im Walde undauf dem Meere, euch beschwör' ich, gebt mir Far-ben, womit ich das Wesen male, das nächst derTugend das Herrlichste ist auf dieser Welt. DieTugend, Das versteht sich von selbst, ist die erstevon allen Herrlichkeiten, der Wcltschöpfer schmücktesie mit so vielen Reizen, dass es schien, als ob ernicht ebenso Herrliches mehr hervorbringen könne;da aber nahm er noch einmal alle seine Kräftezusammen, und in einer guten Stunde schuf erSignora Franccska, die schöne Tänzerin, dasgrößte Meisterstück, das er nach Erschaffung derTugend hervorgebracht, und wobei er sich nicht immindesten wiederholt hat wie irdische Meister, bei