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2 (1861) Reisebilder : Th. 2
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Landen gar manches Zecherherz erwärmt und zuihrem Lobe berauscht. Wer weiß, wenn einst dieKelter der Gedanken, die Druckerpresse, auch michausgepresst hat, und nur noch im Verlagskellervon Hoffmann und Campe der alte, abgezapfteGeist zu finden ist, sitze ich selbst vielleicht ebenso dünn und kümmerlich, wie der arme Bartolo,auf dem Schemel neben dem Bette einer altenJnamorata, und reiche ihr auf Verlangen den Napfdes Spnckes.

Signora Latizia entschuldigte sich bei mir,dass sie zu Bette liege und zwar bäuchlings, indemein Geschwür an der Legitimität, das sie sich durchvieles Feigen-Essen zugezogen, sie jetzt hindere, wiees einer ordentlichen Frau zieme, auf dem Rückenzu liegen. Sie lag wirklich ungefähr wie eineSphinx; ihr hochfrisiertes Haar stämmte sie ansihre beiden Arme, und zwischen diesen wogte ihrBusen wie ein rothes Meer.

Sie sind ein Deutscher? frug sie mich.

Ich bin zu ehrlich, es zu leugnen, Signora!entgegnete meine Wenigkeit.

Ach, ehrlich genug sind die Deutschen! —seufzte sie — aber was hilft es, dass die Leuteehrlich sind, die uns berauben! sie richten Italien

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