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2 (1861) Reisebilder : Th. 2
Entstehung
Seite
179
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civilisation aussprechen, und gar melodisch mit demblassblaucn Himmel zusammenklingen.

O Jesu! ächzte Gnmpclino, als wir, müh-samen Steigens und von der Morgensonne schonetwas stark gewärmt, oberwähntc Cypresscnhöhe er-reichten und, ins Dorf hinabschauend, unsere eng-lische Freundin hoch zu Ross, wie ein romantischesMärchenbild, über die Brücke jagen und eben sotraumschncll wieder verschwinden sahen. O Jesu!welch eine kuriose Frau! wiederholte einigemal derMarchcse. In meinem gemeinen Leben ist mir nochkeine solche Frau vorgekommen. Nur in Komödienfindet man Dergleichen, und ich glaube z. B. dieHolzbccher würde die Rolle gut spielen. Sic hatEtwas von einer Nixe. Was denken Sie?

Ich denke, Sie haben Recht, Gnmpclino. Alsich mit ihr von London nach Rotterdam fuhr, sagteder Schiffskapitäu, sie gliche einer mit Pfeffer be-streuten Rose. Zum Dank für diese pikante Be-gleichung schüttete sie eine ganze Pfefferbüchse aufseinen Kopf aus, als sie ihn einmal in der Kajüteeingeschlummert fand, und man konnte sich demManne nicht mehr nähern, ohne zu niesen.

Eine kuriose Frau! sprach wieder Gnmpclino.So zart wie weiße Seide und eben so stark, undsitzt zu Pferde eben so gut wie ich. Wenn sie nur

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