zerstreut an den Bcrgesabhängcu, unv man mussmühsam hinaufklimmen durch Weinreben, Myrtcn-gcstränch, Geißblatt, Lorbcrbüsche, Oleander, Gera-nium und andere vornehme Blumen und Pflanzen,ein wildes Paradies. Ich habe nie ein reizenderesThal gesehen, besonders wenn man von der Ter-rasse des oberen Bades, wo die ernstgrünen Cy-presscn stehen, ins Dorf hinabschaut. Man siehtdort die Brücke, die über ein Flüsschcn führt, wel-ches Lima heißt und, das Dorf in zwei Theilcdurchschneidend, an beiden Enden in mäßigen Was-serfällen über Felsenstttckc dahinstürzt, und ein Ge-räusch hervorbringt, als wolle es die angenehmstenDinge sagen, und könne vor dem allseitig plau-dernden Echo nicht zu Worten kommen.
Der Hauptzaubcr dieses Thalcs liegt abergewiss in dem Umstand, dass es nicht zu groß istund nicht zu klein, dass die Seele des Beschauersuicht gewaltsam erweitert wird, vielmehr sich eben-mäßig mit dem herrlichen Anblick füllt, dass dieHäupter der Berge selbst, wie die Apcnnincn über-all, nicht abenteuerlich gothisch erhaben missgestal-tet sind, gleich den Bcrgkarikaturen, die wir ebensowohl wie die Mcnschenkarikaturcn in germa-nischen Ländern finden, sondern dass ihre edcl-gcründctcn, heiter grünen Formen fast eine Kunst-