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1 (1861) Reisebilder : Th. 1
Entstehung
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lichcs Klingen. Die Herden zogen auf die Weide,und es läuteten ihre Glöckchcn. Die liebe, goldeneSonne schien durch das Fenster und beleuchtete dieSchildereien an den Wänden des Zimmers. Eswaren Bilder aus dem Befreiungskriege, worauftreu dargestellt stand, wie wir alle Helden waren,dann auch Hinrichtnngs-Scenen aus der Revolu-tionszeit, Ludwig XVI. auf der Guillotine, undähnliche Kopfabschneidercien, die man gar nicht an-sehen kann, ohne Gott zu danken, dass man ruhigim Bette liegt und guten Kasse trinkt und denKopf noch so recht komfortabel auf den Schulternsitzen hat.

Nachdem ich Kasse getrunken, mich angezogen,die Inschriften auf den Fensterscheiben gelesen, undAlles im Wirthshause berichtigt hatte, verließ ichOsterode.

Diese Stadt hat so und so viel Häuser, ver-schiedene Einwohner, worunter auch mehrere Seelen,wie in Gottschalk's „Taschenbuch für Harzrciscnde"genauer nachzulesen ist. Ehe ich die Landstraßeeinschlug, bestieg ich die Trümmer der uraltenOstcroder Burg. Sie bestehen nur noch aus derHälfte eines großen, dickmauerigcn, wie von Krebs-schäden angefressenen Thurms. Der Weg nach

Heine's Wcrle. Bd I. 2