— XVI —
und seiner Zeit gewähren, ist es nicht im entfern-testen auf einen gehässigen Skandal oder eine leicht-fertige Buchmachern abgesehn. Die Pietät gegenden Todten und die schuldige Rücksicht aus Lebendesoll durch die Publikation solcher Briefe in keinerWeise verletzt werden. Es bedarf fast dieser aus-drücklichen Versicherung gegenüber der schamlosenAusbeutung des Interesses für den großen Verstor-benen, welche in letzter Zeit von einem angeblichenFreunde Heine's durch Herausgabe mehrer Bände„Dichtungen" und „Briefe" von zweifelhaftesterEchtheit^) versucht worden ist. Unter andern werth-
*) Vgl. über die Steimnann'schen „Nachträge zuHeinrichHeine'sWerken" n. A. die Erklärung Alfred Meiß-ner^ vom 8. Juni 1861 in Nr. 70 der Hamburger „Reform" undmeinen Aufsatz „über den Steimnann'schen Pseudo-Heine" inNr. 82 und 83 des Hamburger „Freischutz" vom selben Jahre. —„Es ist nicht denkbar," schreibt Meißner a. a. O,, „dass Heine,von dem es bekannt ist, mit welcher ängstlichen Sorgfalt erseine Produkte überwachte, in seiner ganzen Nachlassenschaftauch nicht ein einziges der von Herrn Steinmann veröffent-lichten Gedichte im Original oder abschriftlich bei sich zurück-behalten haben sollte. Nun habe aber i ch selbst diesen Nachlast aufden Wunsch seiner Wittwe Blatt für Blatt durchgesehen, ge-sichtet, wenige Wochen nach seinem Tode, als der ganze HausenPapiere wahrscheinlich noch in demselben Zustande war, wiesie von Heine selbst das letzte Mal geordnet wurden. Ich habein den von Herrn Steinmann herausgegebenen Dichtungen