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Das dritte Falliment des Friedrich Karcher zu Creuznach
Entstehung
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Gebrüder Karcher in Kaiserslautern zahlbar» wobei ich mir aber vorbehalte , daß der Ucberschuß » welcher durch Mehrerelös bei einer Versteigerung der Gebäulichkeiten gewonnen wer«den könnte, an mich zurückbezahlt werde.«

Die Agenten führen dieses Schreiben in ihrem Berichte vom»3. März 1624 an, und fügen die Bemerkung hinzu: Kar»cher ähnele damals schon den Verkauf der Gebäulichkeiten,der doch nur durch ein Falliment, wo kein Eoneordat möglichist, herbeigeführt werden kann, u

Bei der Liquidation der Schulden des Karcher erschienen auchHr. Buss, die Wittwe Hecht und Hr. Friedrich Hecht (Schwie-gersohn , Schwiegermutter und Schwager des Falliren); alleinder Syndik bestritt die aufgestellten Forderungen, aus den Grün-den , weil dieselben von den 3o Prozent-herrührtcn, welch«dem Karcher, in dem Eoneordat vom I. iLig, nachgelassenworden; weil ferner Karcher, nachdem er mittelst Bezahlungder übrigen so Prozent die Rechnung dieser drei Gläubigerausgeglichen < sie , nicht alle Gläubiger , bis sich in dem nämli-chen Falle befunden, unter dem 3r. Dez. 1L2Z neuerdings fürdie 80 Prozent creditirt habe; weil endlich die, von Hrn. Bussangeblich garantirtc Summe sich nicht so hoch belaufe, als erangebe.

In der Sitzung des Handelsgerichts zu Coblenz vom >4. die-ses Monats (März), griff der Anwalt des SyndirS dieAnsprüchedes Hrn. Buss als unzuläßig und ungcgründct an, und stelltezugleich die Einrede des Betrugs entgegen, auf den Grund derArt. »oi2 und 1167 des bürgert. Gesetzbuchs, und des Art. 44?des Handelsgesetzbuchs. Es erfolgte ein Vorbescheid, worin demHerrn Buss ein Beweis aufgelegt ist, den er nicht liefern wird.Die Ci»il-Prozcssc der Familie Karcher gegen dessen Gläubiger,solle» in der zweiten Nummer der gegenwärtigen Schrift nachVerdienst gewürdigt werden.

Bri dem Fallimcnts-Comniissair nimm. Herr Buss, Namensieiner Ehefrau, nunmehr, wo seine Schwiegermutter gestor-ben ist , nicht nur die Seite b erwähnter 2200 Gulden, son-dern auch fast alle Mobilien des Karcher, als Einbringen der FrauKarcher, in Anspruch, selbst Töpfe ohne Böden, Brillen ohne Glä-ser , Leitern ohne Sprossen :c. ?c. Allein das Handelsgerichtp:ird ohne Zweifel unter diese Forderung die Worte setzen:st» sumioiz ^ 1'ueintevtru , uiliis ert , vale. Das Cla-