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Beide Inschriften sind von Göthe; doch ist die letztere zu all-gemein, und bezeichnet nicht genug den Helden und Menschen Blü-cher. Die beiden übrigen Metallplatten haben vortreffliche, vonder Meisterhand Schadow's ausgeführte Basreliefs, welche de»Theil der Inschrift! »In Sturz und Sieg«, bildlich darstellen sol-len. Auf dem einen ist der Held vom Pferde gestürzt, und erhaltdurch seinen treuen Adjutanten das Pferd eines Ulanen. Auf demzweiten jagt er zu Pferde einen gehörnten Tiger und einen in derHand mit einem Dolch bewaffneten und mit Vampirflügeln ver-sehenen bösen Dämon in den Abgrund.
Am 26. August 1819, dem Jahrestage der Schlacht an derKatzbach, wurde dieses Kunstwerk zu Rostock, wohin es von Berlin,auf einem eigenen dazu verfertigten und mit vierzehn Pferden be-spannten Wagen, gebracht war, auf dem Blüchersplatz (sonstHopfen-markt) unter vielen Feierlichkeiten aufgedeckt. Die Bildsaule, wel-che mit dem Gesicht nach Süden gerichtet ist, wiegt 76 Centner,und die vier Tafeln 14 Centner Erz. Sie ist mit einem 856 Fußim Umkreise großen Gitterwerk, von gegossenem Eisen, umgeben.
Aber nicht bloß Regenten, sondern auch einzelne Staatsbür-ger suchten das Andenken des großen Helden und seiner denkwür-digen Zeit durch errichtete Denkmahler zu verewigen. Z. B. derGutsbesitzer von Römisch zu Kleinskal in Böhmen, durch einegroße, in Felsen gehauene Grotte, in welcher die Büsten und Na-men der Helden stehen; — der Kricgsrath Sch effn er in Königs-berg in Preußen, durch die Errichtung eines eisernen Kreuzes aufdem Berge Galtgarb, dem höchsten Punkt in Preußen; — u. s. w.Die größte Mühe hat wohl auf die Errichtung eines solchen Denk-mals, der nicht reiche Gastwirth Gottfried Kindermann zuFriedeberg in der Neumark, verwendet. Drei Jahre lang arbei-tete er ganz allein an einem 46 Centner schweren Felsstück, um dar-aus einen regelmäßigen Stein, fünf Fuß hoch und zwei Fuß breit,zu erhalten. In demselben steht in einer Vertiefung Blücher'sBrustbild aus Gußeisen, und darunter die im Stein eingeschnittene ,Inschrift; »Dem Helden Fürsten Blücher von Wahl- »stadt, dem Retter deutscher Freiheit in der Schlachtbei Belle-Alliance am 18. Juni 1815.« Dieser Steinist vor dcm Thore der Stadt Friedeberg auf einem gemauerten undvon Bäumen beschatteten Fußgestelle errichtet.
An mehren Orten Deutschlands nahmen öffentliche Gesell-schaften, aus großer Anhänglichkeit an den gefeierten Helden, sei-nen Namen an. Wir finden Blücherklubbs, Blüchervereine ic.