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Anekdoten, Züge und Skizzen aus dem Leben des Königlich Preußischen Feldmarschalls Lebrecht von Blücher : mit Bildn.
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Gebiets betreten haben. Ihr habt keine» Unterschied gemachtzwischen diesem und jenem Lande und in dem einen, sowie in demandern Euch gleich verpflichtet gehalten zur guten Führung undMannszucht. Ich danke Euch. Ein solches Betragen bezeichnetden wahren Krieger und geziemet uns, die wir für die edelstenmenschlichen Güter, für Vaterland und Freiheit kämpfen.

Suchet ferner, durch Mäßigkeit in Evern Forderungen,durch eine schonende und milde Behandlung die Bewohner deut-scher Provinzen davon zu überzeugen, daß wir als ihre deutschenBrüder, als ihre Befreier und nicht als ihre Unterdrücker zu ihnengekommen sind. Fahret fort in diesem vortrefflichen Geiste zuhandeln, und Ihr werdet überall, wohin das Schicksal des Kriegesuns führt, mit offenen Armen aufgenommen werden, nachdem derRuf Eurer musterhasten Führung vorausgegangen ist.

Altenburg, den 24. April 1813.

v. Blücher.

9. Kaiser Alexander an Blücher.

Blüchers Heldenmuth in der Schlacht von Lützen (2. Mai1813) würdigte Alexander durch die Ertheilung des Georgenor-dens. Unterm 3. Mai übersandte der russische Kaiser dem Ge-neral von Blücher den St. Georgen-Orden zweiter Klasse, beglei-tet von folgendem Handschreiben:

Herr General der Eavallerie von Blücher. Die Tapferkeit,die Sie in dem Treffen am 2. Mai gezeigt haben, die von Ihnenan diesem schönen Tage geleisteten ausgezeichneten Dienste, IhreErgebenheit, Ihr Eifer und die glanzende Art, sich jederzeit da zubefinden, wo die Gefahr am größestcn ist; Ihre Beharrlichkeit, dasFeld der Ehre, obgleich verwundet, nicht zu verlassen, mit EinemWorte, Ihr ganzes Betragen wahrend der Schlacht hat mich mitBewunderung und Dankbarkeit durchdrungen. Indem ich wün-sche, Ihnen einen Beweis Meiner Gesinnungen in dieser Rücksichtzu geben, so übersende ich Ihnen die Jnsignien des St. Georgen-Ordens zweiler Klasse. Sie werden Sie an eine Schlacht erin-nern, die durch das Betragen der braven Truppen, die Sie befeh-ligten und die sich so sehr ausgezeichnet haben, Sic so lebhast in-leressiren muß; mögen dieselben Ihnen aber auch zu einem BeweiseMeiner persönlichen Zuneigung dienen. Uebrigens bitte ich Gott,daß er Sie in seine heilige und würdige Obhut nehme.

Dresden, den 5. Mai 1813.

Alexander.

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