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unsrige cm Euch hatten wir niemals aufgegeben. Ihr seid unsereBlutsverwandte; Ihr sollt nun wieder unter unfern Gesetzenleben. Im Namen des Königs, unsers Herrn, nenne ich Euchwieder dessen Untcrthanen; die Adler, unter denen Ihr glücklich undfrei wäret, sollen in Eurem Gebiet wieder befestigt werden.
Wer ehedem die Waffen für Preußen getragen hat, sammlesich auf's Neue zu unfern Fahnen; wer sie für unsere Unabhängig-keit zu ergreifen gedenkt, rüste sich und stelle sich zu uns ein. DerVornehme gehe dem Geringem mit edlem Beispiele voran; blickt aufEure, seither von Euch getrennte Brüder. Seht, wie hier hoherEnthusiasmus Aller Herzen entflammt, und die Söhne der Vor-nehmsten und Reichsten allen Vorzügen der Geburt, allen Genüs-sen des Lebens entsagend, und die zartesten Verhaltnisse verlassend,zu den Fahnen sich sammeln, unbekümmert, welchen Rang manihnen anweisen werde; zufrieden mit dem eines Streiters für'sVaterland. Ihr seid nicht weniger edel als eure Brüder, von de-nen die durch das Glück begünstigte Gewalt Euch trennte; Ihrwerdet thun, was Pflicht und Ehre von Euch fordern.
Den Beamten der Sachsischen Regierung, die es vaterlichmit Euch meinte, begegnet mit Achtung und fahret fort, ihnen solange zu gehorchen, als sie sich in der heiligen Sache unserer Unab-hängigkeit nicht vergehen.
Dem von mir Euch gesandten Königlichen Kommissariusleistet Folge in allem, was er im Namen unsers Herrn von Euchfordert.
Bunzlau, den 22. Marz 1813.
Blücher.
An Sachsens Einwohner.
Sachsen! Wir Preußen betreten Euer Gebiet, Euch die brü-derliche Hand bietend. Im Osten von Europa hat der Herr derHeerschaaren ein schreckliches Gericht gehalten, und der Todcsengelhat dreimalhunderttausend jener Fremdlinge durch Schwert, Hun-ger und Kälte von der Erde vertilgt, welche sie im Uebermuth ihresGlücks unterjochen wollten. Wir ziehen wohin der Finger derVorsehung uns weiset, um zu kämpfen für die Sicherheit der al-ten Throne und unserer Nationalunabhängigkeit. Mit lins kommtein tapferes Volk, das die fremde Unterdrückung trotzig abgewiesenhat und im Hochgefühl seiner Siege den unterjochten Völkern Be-freiung verheißt. Wir bringen Euch die Morgenröthe eines neuenTages. Die Zeit ist endlich gekommen, ein verhaßtes Joch abzu-werfen, das uns seit sechs Jahren furchtbar drückte.