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Anekdoten, Züge und Skizzen aus dem Leben des Königlich Preußischen Feldmarschalls Lebrecht von Blücher : mit Bildn.
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II

gen HusarcnregimentS ernannt, mit welchem er bis jetzt so herr-liche Thctten ausgeführt hatte.

6. Adieu, General!

Nach dem Gefecht von Edesheim am 13. Juli 1794 zeigteBlücher seine stets muntere Laune, die ein eigenthümlicher Zug fei-nes Charakters war. Wahrend die Preußen ihren Rückzug an-traten, kamen einige feindliche Reiterofsiciere, um ihre Kühnheit zuzeigen, nachgefprengt. Um ihnen noch mehr Muth einzuflößen,ritt Blücher mit den Ofsicieren seines Regiments langsam zurück,dann wendete er sich aber plötzlich um und sprengte mit seiner Be-gleitung mit verhängtem Zügel auf sie los. Sie kamen dadurchso aus der Fassung, daß sie eilig die Flucht ergrissen, worauf Blü-cher ihnen ein schallendes Gelächter nachschickte. Um ihrer nochmehr zu spotten, ließ er zwölf Trompeter vorkommen und Aufzügeblasen. Die französischen Ofsiciere wurden aufmerksam und freu-ten sich über die Musik so, daß sie das Einzelnfchießen einstellenließen und sich der Musik immer mebr näherten. Blücher ließnun auch das Schießen einstellen und die Franzofen hörten ganzunbesorgt und mit Aufmerksamkeit der Musik zu. Nachdem derSpaß einige Zeit gewahrt hatte, nahm Blücher den Hut ab undritt fort; die Franzofen dankten wiederholt auf gleiche Weife undriefen: »Adieu, General, bis morgen!« Die Neckereien unterblie-ben nun und der Feind zog sich zurück.

7. .Wechselnde Schicksale.

Nach dem für ihn so glorreichen 18. September 1794 beiLeystadt kam er, als General-Major, zu dem Beobachtungsheeream Niederrhein. 1892 nahm er für den König von PreußenBesitz von Erfurt und Mühlhaufen. Der Ausbruch des Krieges1896 führte ihn auf das Schlachtfeld von Auerstädt (am 14.October). Dann folgte er mit dem größten Thcile der Cavalleriedem Rückzüge des Fürsten von Hohenlohe nach Pommern in des-sen linke Flanke; der Zwischenraum, der Beide trennte, war aberzu groß geworden, nur durch übermäßige Tag - und Nachrmärsche,welche letztere Blücher nicht wagen zu dürfen glaubte, wäre eineBereinigung möglich gewesen; unterdessen war der Fürst von Ho-henlohe genöthigt worden, sich bei Prenzlau zu ergeben. Dadurchabgeschnitten von Stettin, warf sich Blücher ins Mecklenburgische,wo er sich bei Dambeck mit dem Corps des Herzogs von Weimar,das der Prinz Wilhelm von Braunschweig-Oels führte, vereinigte.