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3 (1843) Der Hirt
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die werden wohl achten, wen sie zu tobten haben. Undwenn dieselben es nach ihrem Amte und Auftrage nichtthun, so müssen wir uns, wie in einer babylonischenGefangenschaft, gedulden, bis uns Gott mit seiner ei-genen Hand erlöst: denn, was wir inzwischen erdulden,gereicht nicht zu unscrm Nachtheilc, sondern zur Aus-schmückung unserer Zierde und Krone. Gott kann langeverzeihen; doch vermag Niemand, ihm zu entrinnen."Ps. CXXXVIII. 7. Auch finden wir nicht, daß Chri-stus, noch die Apostel so hart angegriffen haben, daßBlut dadurch geflossen sei; aber es ziemt jeder Kirch-gemeinde, die falschen Hirten zn entfernen, und derje-nigen Gewalt, die das Schwert führt, zu überlassen,sie zu tödten, wenn sie anders nicht von ihrem verkehr-ten Wesen lassen wollen. Vermesse dich aber hierinnicht durch deine Hände! denn Gott fehlt nicht; erwird, sofern die Wölfe nicht mit Frieden aus dem Landeverjagt werden, daß sie nicht mrhr zurückkommen, wohleinen Elias erkiesen, der auf einmal 450 Baalspfaffenund 400 Priester der Höhen tödten wird. Er fehltnicht; laß dich nicht zn lange dünken. Christus hat dasehebrüchige Weib nicht dem Tode zusprechen wollen j Joh.VZII. 3 ff.), das doch nach dem Gesetze den Tod ver-schuldet hatte; wie hat er aber den jüdischen Pfaffenund dem ganzen Volke so jämmerlich vergolten beider Ucberwindung durch Titus? 52) Also sollen auch wirder Langmuth Gottes nachfolgen. Können wir, sosollen wir nirgends die Wölfe an der Stelle derHirten dulden! Vermögen wir dieses nicht, so müs-sen wir der Erlösung warten; denn das gnädige Bei-