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3 (1843) Der Hirt
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sanfte und unschädliche Thiere sie sind. So werden auchdie Hirten und Diener Gottes bei den gottlosen Men-schen kein Erbarmen finden, sondern wie Schafe geach-tet, die zur Schlachtbank verordnet sind; und ein Jeder,der sie tödtet, wird meinen, einen Gottesdienst begangenzu haben.

Diese Waffen und noch viele andere, namentlich:daß sie nicht über den Meister seien; wie nun derselbeverschmäht und verfolgt, so werden auch sie verschmähtund verfolgt werden; daß die Welt sie hassen werde,und Verführer schelten: diese Ansichten möchten eher alsHindernisse, denn als Wahrmittel, angesehen werden,wiewohl sie wahrlich die besten Waffen sind. Denn sosich einer dessen, bevor es ihn trifft, gefaßt gemachthat, so ist er gewaffnet, daß solches ihm nicht zu scha-den vermag: und wo die dem Hirten nicht schaden mö-gen, muß ein starker Harnisch gegen sie bereit sein. Ickwill hier nicht den Harnisch beschreiben, der Ephes.VI. II genannt wird, sondern den Christus mit weni-gen Worten, Matth. X. 26, 28, bezeichnet. Gleichnachdem er viele Stücke, die über den Hirten handeln,aufgezählt hat, spricht er: „Ihr sollet die nicht fürch-„ ten." Und bald darnach: „ Ihr sollet die nicht fürcb-„tcn, die den Leib tobten, sondern fürchtet mebr den,„der Seele und Leib ewig verderben kann."

Nicht fürchten, das ist also der Harnisch. Sodu nun sprechen willst: das wußte ich wohl, wenn auchChristus es nicht gesagt hätte, daß, wo ich mich nichtfürchte, ich alle Dinge tapfer angreifen würde. Wennmir gegeben wäre, daß ich mich nicht fürchtete, dann