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3 (1843) Der Hirt
Entstehung
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um sie »I den Gang zu bringen. So muß man auchJenen den Gastbut abziehen und die nackte Wahrheitdarlegen, damit, wenn sie selbst auch sich darob nichtbessern, doch das fromme Christenvolk sich vor ihnen zubitten wisse, und ihnen mit der Zeit die Pracht und derMißbrauch der Gewalt, indem das Volk sie verläßt,weggenommen werde. Inzwischen aber müssen die Die-ner Gottes ohne Unterlaß arbeiten; denn Jene verstri-cken immer mit neuen Künsten die Regenten und Fürsten,daß sie ihnen den Verlust durch Gewalt wehren. Siegebieten, man solle dem Pfarrer zweimal beichten, undmögen aber die Päpstlichen selbst nicht mehr als zu einerBeichte zwingen. Sic gebieten, man solle opfern: dasist in aller Welt frei gewesen; man solle zum Baue un-serer Frauenmünster geben: ist auch von jeher frei ge-standen. Dazu bedürfen desselben die armen Leute mehrzu ihren Kirchenbauten und eigener Nothdurft. Verbo-tene Speisen erlaubten sie sonst gegen 6 oder 9 Kreuzerzu essen: jetzt Hetzen sie die Oberen ans, daß dieselbensolches mit Gefängnissen und schwerer Buße bestrafen.Ja, ich höre von zweien Fürsten, daß sie noch viel un-sinniger getobt haben. Dahin sind sie jetzt gekommen,daß sie das Gute bös schelten und das Böse gut nen-nen (Jesaj. V, 20). Sie haben auch die thörichtenFürsten verführt, die doch ohne Zweifel das wissen soll-ten, daß sie das Gute hassen und das Böse lieb haben^Mich. III. 2Z. Doch so muß das Maß ihrer Bosheitvoll werden. So ist ihre Art: um sich selbst zu schir-men, reizen sie die Welt gegen einander auf. Das ha-ben sie schon lange Zeit gethan und werden es weiter