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Die zwei Beesten, die damit verbunden, sind fol-gende: Erstens hat die irrthümliche Meinung, daß dieMesse ein Opfer sei, allen Lastern Vorschub gcthan undsie gepflanzet. Denn alle Räuber, Wucherer, Verräther,Blntvcrgießer, Ehebrecher haben vermeint, wenn siefür ihre Missethaten Messe lesen lassen, so werde ihreSache richtig sein. Und es kann nicht anders sein, alsdaß sie daraufhin gesündiget haben. Das sieht manwobl an ihren Pfründen, Stiften und ihrem Messebc-stellen, die sie stifteten. Wenn es nicht ihre letzte Zu-flucht gewesen wäre, so hätten sie ihr Gut selbst be-halten ; denn so lieb haben sie dasselbe wohl. Derandere Bresben besteht darin, daß man durch die Messeso viel irdisches Gut gesammelt hat, und es um daserdichtete Opfer genommen. Und wenn die Messe auchein Opfer gewesen, so wäre es doch ein Gräuel ge-wesen, Geld nud Lohn und zeitliche Güter dafür zunehmen. Noch hat man sich damit nicht begnügt: manhat mit den Gütern auch Willkür geübt, und damit denArmen entrissen, was ihnen vor Allen gehört hätte: dennman hat den größten Theil der Almosen dahin zu wen-den gewußt.
Zu solchem Zwecke hat man gedrückt, was mankonnte. Zum ersten haben sie ihren Genuß eine Messe ge-nannt, das ist so viel als ein Opfer oder ein gesand-tes Opfer; was es aber, wie oben dargethan, nichtsein kann. Denn Ehristus hat uns ein Mahl und zwareinen Brauch eingesetzt, und hat es nicht ein Opferoder eine Messe, sondern ein Testament und Wiedcr-gedächtniß genannt, daher wird dem Leibe und Blute