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2 (1843) Christliche Einleitung
Entstehung
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Früchten. Darum wird hier von Bielen die Lehre Got-tes entehrt und verfälscht, die nur gute Christen sindin Bezug auf das Aeußerc, auf den Schein; wiewohlman auch hierin manchen Mißbrauch mit der Zeit ab-thun muß. Aber die inneren Gebrechen wollen sie nichtanrühren; wiewohl zu hoffen steht, sofern sie angefangenhaben, dem Worte Gottes zu glauben, daß sie sich mirder Zeit zurccht finden.

Zum Dritten sind wir Christen auch von allen denGesetzen frei, die man uns aufgebürdet hat, als obwir durch dieselben fromm und gut würden. Demnachsind alle päbstliche Gesetze, die nicht in dem WorteGottes begründet sind, wie das Gebot der Speisen,das Gebot der Ehelosigkeit, der Gelübde, der Ohren-beichtc, der Opfer und Geldbußen, des Ablasses unddas ganze Gcspreug aufgehoben. Wir sind auch freiin Bezug auf die Lehren, die von den Menschen erdachtsind, wie von der Lehre über die Fürbitten der Heili-gen, über das Fegefeuer, die Bilder, über die Tempel-zier, Mcsscbestellen, Vigilienverkauf und über andereDinge :c, : denn sie sind in dem Worte Gottes nichtbegründet. Dieses ersehen wir aus dem einzigen Aus-spruche Christi, Matth. XV. 9:Vergeblich dienen siemir, indem sie Lehren geben, die Menschengebote sind."Kurz Alles, was nur nach den Lehren der Menschenals gut angesehen wird, das ist vor Gott ein Gräuel,Luc. XVI. 15.

Endlich wollen sich Etliche dem Gehorsame der wah-ren Obrigkeit, die wir als die weltliche ansehen, ent-ziehen, unter dem Vorwande, daß sie Christen seien;.