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er solle sie für unsere Sünde annehmen. Wo aber dertreue Wächter ist, der Glaube, der Gottes Huld undFurcht in sich begreift: da streitet man fort und fortmit dem Fleische; da wacht man und kreuziget dasFleisch mit seinen Lüsten, Gal. V. 24. Siehe, alsogeht es zu, daß die Sünde den Gläubigen nicht schadet.Und es kann auch der allein selig werden, der solcheZuversicht zu Gott hat. Hiebei erlernen wir auch, daßNiemand geneigter wird, sich von Tag zu Tage zubessern, als der all' seine Zuversicht zu Gott hat. DerWächter hütet und mahnet stets ohne Unterlaß, währenddaneben der Selbstgerechte seine Sünden anschreibt undabrechnet, wie er will, und dabei in eitler Gottlosigkeitlebt. Der Gläubige ist durch den Geist Gottes gläubiggeworden; wo nun Gott ist, da wird immerdar dasGute gemehrt, und es wächst! Und wenn wir gleichEtliche sehen, die dem Worte Gottes Glauben schenken,und sich aber nicht bessern: so geschieht das entweder,weil sie nicht gläubig sind, sondern nur den Glaubenvor den Menschen heucheln: oder sie sind noch schwachim Glauben, aber sie werden in demselben zunehmenund wachsen, bis sie die vollkommene Mannheit Christierlangen, Eph. IV. 3. Denn das ist gewiß: wo dieLiebe GotteS ist, da ist sie eben so wenig unwirksam,als die unzüchtige leibliche Liebe.
Zu weiterer Erklärung und zur Befestigung desGlaubens spricht Paulus, Rom. VIII. 3l: „Wenn„Gott auf unserer Seite ist, das ist, wenn Gott uns„günstig ist, wer will wider uns sein?" Und damitwir einsehen, daß er uns günstig sei, spricht er weiter: