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eine arge Schuld ist: denn die Selbsterhebung ist dierechte Sünde wider Gott- Siehe aber dabei die Ge-rechtigkeit des Glaubens! sie verwirft sich selbst, de-müthigct sich, und verläßt sich allein auf die erbarmendeGnade Gottes und bauet auf diesen Felsen. Jetzt nimmmir diesen Zöllner , der so getreulich ans Gottes Barm-herzigkeit vertraut, und laß ihn noch lange Zeit in die-sem Leibe leben: so wird er zwar nicht ohne Anfech-tungen des Fleisches sein: er läßt sich aber nicht durchdieselben in Verzweiflung bringen, sondern, so oft erin Sünde fällt, so wird er durch dieselbe gedemüthigetund spricht allerwegen: O Herr, wie lebe ich doch sofeklerbaft vor deinem Angesichte; doch halte ich mich andein Erbarmen. Dieses emsige zu Gott laufen und kla-gen ist die beste Wehr gegen alle Laster, und behütetund bewahret uns am besten davor. Denn die Hoffnungauf Gott zeigt uns alle Sünden an, verräth den heim-lichen Schalk im Herzen drinnen, daß er sich nicht fürfromm ausgeben darf, beschämt ibn je mehr und mebr,daß er stets mit den alten Lastern vor Gott komme.Siehe den emsigen und nöthigen Wächter, den Glauben IDiese Meinung findest du Rom. VI. 12. Da lehretPaulus: „Wir wollen Acht haben, daß die Sünde nicht„m uns herrsche; damit wir nicht den sündlichen Lüsten„unterworfen werden." Denn es herrschen über unsdie Lüste der Sünde, wenn wir sie ungehindert, ungerügtund ununterbrochen wüthen lassen, und wollen es Ker-nach mit unseren Werken bezahlen. Wo solches Ver-nehmen ist, da waltet die Sünde, und man sucht nachanderen Werken; die will man dann Gott aufdringen.