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tödtliche oder sündliche Werke zedieret; aber diese Sün-den vermögen uns nicht zu verdammen, wenn wir imGlauben gerecht sind, so daß wir der. Gnade Gottes,die uns in Christo Jesu, unserem Herrn, zu Theil ge-worden, zuversichtlich vertrauen.
Wir wollen zwei Menschen zum Beispiele setzen, da-mit man verstehen könne, wie das geschehen möge, daßder Gläubige, wenn er gleich sündiget, nicht verdammtwird, sondern daß die Sünde ihm ein Fall zu einerAuferstehung und Besserung wird. Denn denen, welcheGott lieb haben, dienen alle Dinge zum Guten, Röm.V!II. 28. Dagegen dienen denen, welche sich frommschätzen ans ihren Werken, gerade ihre guten Werkezum Argen. Betrachte den Pharisäer und den Zöllner,Luc. XVIIZ. 10. Der Pharisäer schätzt seine eigenenWerke, und wie er sie beschaut, meint er, er wäre ge-recht und dankt Gott, daß er nicht wäre, wie andereMenschen. Der Zöllner verzweifelt an all' seiner Fröm-migkeit, aber an Gott dagegen nicht; sondern er spricht:Gott, sei mir Sünder gnädig! Dieser ist von Christoals frömmer erklärt, als der Pharisäer; nicht weiler ordentlicher gelebt hätte, sondern weil er Gott fürbarmherzig und wahrhaft hielt, daß er ihn erhörenwerde, wie er uns verheißen hat. Siehe, hier erscheintdie wahre Gerechtigkeit aus dem Glauben. Der Phari-säer setzt sein Vertrauen auf seine eigenen Werke: da-rum redet er nichts als Hoffart und bauet auf Irdi-schem. Herr! ich danke dir, daß ich nicht wie andereMenschen bin. Siehe, wie die eigene Gerechtigkeit die-net! daher sie auch nicht eine Gerechtigkeit, sondern