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2 (1843) Christliche Einleitung
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gebeten, daß dein Glaube nicht wanke. " Also müssenwir fest in dem Glauben verharren, daß alle Sündenuns durch Christum verziehen werden, ob uns gleich derTeufel und das Fleisch lieben, und mit der Sünde zurVerzweiflung reizen; und wie Petrus äußerliches Ver-läugnen ihm nicht die Verdammniß gebracht, also ver-mag auch uns keine Sünde in die Verdammniß zu stür-zen , als nur allein die des Unglaubens. Hier sprechenaber die wahren Unchristen: Ich glaube festiglich anChristum, thun aber nicht, was christlich ist; daraus mansieht, daß sie nicht Christen sind: denn an der Fruchterkennt man den Baum. Darum vernimm weiter, zumbesseren Verständnisse: Wer sich, wie oft angezeigt wor-den , nach der Erkenntniß seiner Sünden auf die GnadeGottes, die uns in Jesu Christi offenbar worden, sicherverlassen hat, der kann nicht ohne Liebe zu Gott sein.Wer wollte den nicht lieb haben, der uns unsere Ge-brechen so gnädig hinnimmt, und uns vorher geliebethat, 1. Joh. IV. 20, und uns zu sich ziehet? Wo nunLiebe zu Gott ist, da ist auch Gott selbst: denn Gottist die Liebe; und wer in der Liebe ist, der ist in Gottund Gott in ihm, 1. Joh. IV. 17. Ist nun Gott in demRechtgläubigen, und sündiget dieser dennoch: so folgt,daß es zugeht, wie Paulus, Rom. VIII. 10, spricht:So nun Christus in euch ist, so ist der Leib todt, umder Sünde willen, der Geist aber lebt, um der Recht-fertigung willen." Diese Rechtfertigung ist nichts An-deres, als die Ergebung des Menschen in die GnadeGottes, und dieses ist der wahre Glaube. Also ist dieMeinung Pauli, daß unser Leib allerwegen todt ist und