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2 (1843) Christliche Einleitung
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mußte, warum sollte ich mehr in derselben wandelnwollen? Da ich mich nun freue, daß ich aus diesemKoth gehoben und abgewaschen bin, warum sollte ichmich wieder darein werfen? Das ist die MeinungPauli, Rom. VI. 2:Wir, die wir iu der Sündetodt waren, wie sollten wir fürder in dieselbe wollen?"Hierauf führt er so schön durch, wie Christus gestorbenund auferstanden ist; also wollen auch wir, nachdemwir in der Taufe gleichsam mit ihm begraben sind, mirihm auferstehen und fürder ein neues Leben führen.Denn, sind wir in Christo, so ist dieses durch GottesKraft geschehen. Wo Gott aber ist, da wird allerFleiß angewendet, von der Sünde frei zu werden.Also folgt, daß die, welche also reden, nicht in Christosind, wenn sie gleich mit dem Munde behaupten, sieseien Christen. Denn wer zu Gott allein seinen Trostund seine Zuversicht hat, der kann nicht ertragen, nurzu denken, daß Gott an Missethaten Gefallen habe.

Wenn man aber hier spricht: in dieser Weise könnteNiemand zu Gott kommen, denn wenn der Mensch auchzu Gott gekommen ist, so fällt er dennoch täglich inSünde, und macht sich der Gnade Gottes wiederumverlustig. Antwort: Das ist wahr. Dieweil wir indiesem Leben sind, läßt uns der Schelm, der Leib, nim-mermehr ganz fromm und ohne Anfechtungen leben.Wenn wir aber durch Christum mit Gott versöhnt sind,so können uns die Früchte des Fleisches nicht mehr indie Verdammniß stürzen, sondern wie Christus zu Petrosagt:Siehe! der Teufel hat dich versucht, daß erdich liebe, wie den Weizen; aber ich habe für dich