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2 (1843) Christliche Einleitung
Entstehung
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ches hinnimmt die Sünde der Welt." Nimmt er siehin: so nimmt nicht das Verdienst »nsercr Werke siehin. Christus spricht, Joh. X. lt:Ich bin ge-kommen, daß die Menschen das Leben und volle Ge-runge haben." Joh. V. 24:Wahrlich, ich sage euch,wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben." Joh.XII. 32: Wenn ich erhöht werde von der Erde, sowill ich sie alle zu mir ziehen." Joh. VI. 50:Das ist das Brod, das vom Himmel gekommen ist (nämlichdas Brod des evangelischen Wortes) und welches derWelt das Leben gibt :c." Matth. XI. 28: Kom-mct her zu mir, Alle, die ihr mühselig und beladenseid, ich will euch erquicken." Die Reden Christi sindvoll Beweisstellen für diese Ansicht. Dazu hat vor denAndern allen der Apostel in den Briefen an die Römerund an die Galater, und in anderen diese Ansicht dar-gelegt und erwiesen. Diese soll nun auch billig ein je-der Pfarrer erwägen und sie eindringlich predigen.

Hier gibt es aber viele falsche oder schwachsinnigeChristen, die sprechen: Wenn unsere Werke uns nichtselig machen, sondern allein nur die Gnade Gottes,die uns gegeben und versichert ist in seinem Sohne, sobrauchen wir nicht mehr Gutes zu thun; sondern laßtuns sündigen! oder wie Röm. III. 8 geschrieben steht:Lasset uns viel Böses thun, damit er uns viel Guteserweise in seiner verzeihenden Gnade durch JesumChristum!" oder wie Röm. IV. 6 steht:Lasset unsin der Sünde beharren!" Hierauf antworte ich:Die also reden, haben noch nicht empfunden, wie süßder Herr ist; die haben auch noch nicht die himmlischen