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lium genannt; weil nns verkündet worden, der SohnGottes sei für all' unsere Noth, Ohnmacht und Ver-zweiflung als Heiland erschienen, damit er all' unsereGebrechen heile. Und er wurde darum Jesus genannt,d. i. ein Heiland, weil er die Menschen gesund machtvon allen ihren Sünden, Matth. I. 21. Hier habenwir in Kurzem den ganzen Grund des Evangeliums :Nachdem uns Menschen unmöglich war, durch eigeneVerdienste zu Gott zu kommen, verordnete Gott, daßsein Sohn für nns menschliche Natur annehme und inden Tod hingegeben werde: denn der, der allenthalbenvollkommen und ohne Mangel war, konnte allein alleunsere Gebrechen hinwegnehmcn. Wer diesem Vorneh-men Gottes glaubt, und sich auf die Köstlichkeit undFruchtbarkeit des Leidens Christi verläßt, der wird selig;wer sich daran nicht kehrt, der ist verloren, Marc.XVI. 16. Denn es ist vorher genugsam dargethanworden, daß wir nichts Gutes vermögen. Also ver-mögen die Werke des Gesetzes auch nicht uns selig zumachen; denn wir können sie nicht erfüllen, wie Gottsie fordert. Gal. II. 16: „Denn durch des Gesetzes„Werke wird kein Fleisch gerecht."
Diese gnädige Anordnung Gottes, nämlich, daß wirdurch unsere Werke nicht selig werden, sondern alleinaus Gottes Gnade durch die Versöhnung Jesu Christi,unseres Herrn, haben wir gründlich dargethan im WorteGottes. Luc. XVII. 10 spricht Christus: „Wenn ihr„Alles gethan habet, was euch befohlen ist, so sprechet:„Wir sind unnütze Knechte :c." Johannes der Täuferspricht, Joh. I. 29: „Siehe das Lamm Gottes, wel-