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nachkommen konnte, woraus auch folgt, daß Niemandzu Gott kommen konnte. Denn wiewohl er barmherzigist, so ist er dabei auch gerecht, Ps. EXII 4: „Der„Herr ist ein milder Erbarmer; er ist auch gerecht."Wenn wir deßwegcn auch in dieser Zeit seine Gebotevollkommen zu erfüllen vermöchten, so bedürften wirnichts desto weniger seiner Gnade, daß es uns dasewige Reich und die ewige Freude gebe. Denn wiegroß auch unser Verdienst wäre, so käme es doch inkeinen Vergleich mit dem Ewigen. Römer VIII. 18 :„ Die Leiden dieser Zeit sind nicht Werth der zukünftigen„ Herrlichkeit, die an uns offenbar wird. " Wir wollenhier nicht von der Größe der Herrlichkeit und der Freu-den in jener Welt reden. Wenn wir aber nach demAllem nicht nur nicht das erfüllen, was seine Gerech-kcit fordert, sondern gar nicht einmal dahin gelangen,daß wir unsere Anfechtungen und Fehler überwinden,und der Gerechtigkeit Gottes doch ein Genüge geschehenmuß: so vernimm nun, welchen weisen Rathschlnß diegöttliche Vorsehung getroffen, der so wunderbar ist, daßer dem menschlichen Verstände nicht begreiflich, nochglanblich ist, es sei denn, daß Gott die menschlicheVernunft erleuchte und sein Herz erfülle und es gläubigmache. 1Z Hat Adam, der durch die göttliche Weisheit,welcher der Sohn Gottes ist, geschaffen war, aus Hoch-muth gesündiget. 2) Und wie er in den schweren Todder Ungnade Gottes und der Sünde, so wie auch inden leiblichen Tod gefallen ist, weil er das Gebot Got-tes übersehen hat, also sind wir Alle, die seine Kinder