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2 (1843) Christliche Einleitung
Entstehung
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allem von dem Gesetze, das zur Frömmigkeit des innernMenschen dienet. Das ist ja nichts Anderes als eineOffenbarung des ewigen göttlichen Willens. Beispiel:Dieses Gesetz: Du sollst deinen Nächsten lieben,wie dich selbst! ist nichts anderes als das Gesetz derNatur, das also spricht: Was du willst, daß dirgethan werde, das thue andern auch; und hin-wieder: was du nicht willst, das thue auch Nie-mandem. Ja dieses Gesetz der Natur, das Gott durchdie Liebe versüßet hat, muß allein von Gott kommen.Und obgleich die Heiden es auch annehmen, dennochkommt es nicht von des Menschen Vernunft; sie mögensagen, was sie wollen; denn dieselbe sieht nur sich selbstan, und hält nicht dafür, daß sie auf Andere Rücksichtnehmen oder Anderen dienen solle; sondern die Andernsollen allein auf sie Rücksicht nehmen und nur ibr die-nen. Darum können alle Gesetze, die den inneren Men-schen fromm gestalten, nur von Gott herstammen. DasGesetz aber kann nicht den Menschen schonfromm machen; sondern es zeigt nur an, wieder Mensch sein solle, wenn er nach dem Wil-len Gottes leben, fromm werden und zu Gottkommen wolle. Römer VII. 12:Das Gesetz istheilig und das Gebot ist auch heilig." Nun kann esnicht heilig sein, wenn es nicht von einem Heiligen her-kommt. Sofern es von uns herkäme, so wäre es nichtheilig: denn wir sind nicht heilig. Darum spricht wie-derum Paulus bald darnach, V. 14:Wir wissen, daßdas Gesetz geistlich ist." So wir aber fleischlich sind,