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späterhin auch Herr Schclling erkannt, und Hegelhat ihn wissenschaftlich begründet, als ein Systemder Systeme. In gleicher Weise beschäftigte sich Seid-nitz mit einer Harmonie zwischen Plato und Ari-stoteles. Auch in der späteren Zeit ist diese Auf-gabe oft genug bei uns vorgekommen. Ist sie gelöstworden?
Nein, wahrhaftig nein! Denn diese Aufgabeist eben nichts Anderes als eine Schlichtung desKampfes zwischen Idealismus und Materialismus.Plato ist durchaus Idealist und kennt nur ange-borene oder vielmehr mitgcborcne Ideen: der Menschbringt die Ideen mit zur Welt, und wenn er der-selben bewusst wird, so kommen sie ihm vor wieErinnerungen aus einem früheren Dasein. Daherauch das Vage und Mystische des Plato, er erinnertsich mehr oder minder klar. Bei Aristoteles hingegenist Alles klar, Alles deutlich, Alles sicher; denn seineErkenntnisse offenbaren sich nicht in ihm mit ver-weltlichen Beziehungen, sondern er schöpft Allesaus der Erfahrung, und weiß Alles aufs bestimm-teste zu klassificieren. Er bleibt daher auch einMuster für alle Empiriker, und Diese wissen nichtgenug Gott zu preisen, dass er ihn zum Lehrer desAlexander gemacht, dass er durch dessen Eroberungenso viele Gelegenheiten fand zur Beförderung der